d Alspach, Johann Andreas Silbermann-Orgel 1751
- Benediktinerkloster Alspach Kaysersberg
- Silbermann, Johann Andreas
- 1751
- I/11
- —
- —
- verloren
- Musicalische Orgel= Lob= und Ehren=Predigt (s.l. 1751)
Disposition
Manual:
Praestant; Bourdon; Nazard; Tierce; Doublette; Flutte; Cornet; Fourniture; Cromhorne; Echo
Pedal:
Bourdon; Trompette
Starkes und Stilles Tremblement
Beschreibung
Die 1751 erbaute und eingeweihte einmanualige Orgel wurde 1792 nach der Auflösung des Klarissenklosters nach Le Geographicumf Ort: Katzenthal Katzenthal transferiert. Dort wurde sie im Frühjahr 1945 zerstört.
Die Disposition des Instruments lässt sich aus den Arbeitsberichten Johann Andreas Silbermanns rekonstruieren. Auch die Orgelpredigt Coelestin Harsts bietet bautechnische Informationen, die Silbermanns Angaben entsprechen. Der Autor beschreibt diese hiesige neue und vortrefliche Silbermännische Orgel. Sie hat drey Blasbälge. Für das obere Clavier (das ist, vor diejenige Hölzlein, so man mit den Fingern schlägt) hat sie 9. Register, oder 9. gewisse Zugbretter, durch welche man bald diese, bald jene Art und Gattung pfeiffen allein, oder mehrere, oder alle zusammen kan machen klingen. Solche Register heißen also: Praestant, Bourdon, Nazard, Tierce, Doublette, Flutte, Cornet, Fourniture, Cromhorne, und das Echo. Für das Pedal, das ist: für diejenige Pfeiffen, welche man mit den Füßen spielt, sind 2. Register, nemlich Bourdon und die Trompette, für das ganze Werk zusammen seynd 2. zitternde Register oder Züg, dahero auf französisch Tremblements genannt.
(Musicalische Orgel= Lob= und Ehren=Predigt (s.l. 1751), S. 5)
Meyer-Siat gibt eine davon abweichende Disposition an: Im Pedal nennt er die Register Flûte 8 und Trompette (Meyer-Siat, Orgue en Alsace (1985), S. 51; Meyer-Siat, Orgues d'Alsace (2003), S. 25). Da ihm weder Harsts Predigt noch die Materialien des Silbermanns-Archiv zur Verfügung standen, wird seine Aufstellung hier korrigiert.
Auch die von Koehlhoeffer zusammengestellte Disposition unterscheidet sich von der Darstellung bei Harst. Während die Register des Manuals identisch sind, führt er im Echo Cornet V und Trompette 8 an, sowie im Pedal Octavenbass 8.
Literatur und Quellen
- Meyer-Siat, Pie: Orgue en Alsace. Vol. 1: Inventaire historique, Strasbourg: A.R.D.A.M., 1985, Sp. 50f., 173
- Schaefer, Marc (Hrsg.): Das Silbermann-Archiv. Der handschriftliche Nachlass des Orgelmachers Johann Andreas Silbermann (1712 - 1783) (= Veröffentlichung der Gesellschaft der Orgelfreunde 123), Winterthur: Amadeus-Verlag, 1994, S. 80, 274, 378
- Meyer-Siat, Pie: Orgues d'Alsace. Inventaire historique des orgues d'Alsace, Strasbourg: Corpur, 2003, S. 25
- Dresch, Jutta (Hrsg.): Silbermann. Geschichte und Legende einer Orgelbauerfamilie, Ostfildern: Thorbecke, 2006, S. 55
- Koehlhoeffer, Charles-Léon: Les Silbermann, facteurs d'orgues en Alsace et en Saxe, Colmar: Jérôme Do Bentzinger, 2008, S. 239
Portaldaten
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- Harst, Cœlestin: Musicalische Orgel= Lob= und Ehren=Predigt (s.l. 1751)
- Silbermann, Johann Daniel (1717–1766)
Empfohlene Zitierweise
DFG-Projekt »Orgelpredigt«. Digitale Edition, https://orgelpredigt.ur.de/E020023 (Version 1.00 vom 31. Januar 2020). DOI: 10.5283/orgelpr.portal
Letzte Änderung dieses Dokuments am 20. März 2020.
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